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Pegasus

Beginner

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1

Saturday, July 24th 2010, 9:09pm

Geschlossene Heime für minderjährige Straftäter?

Hallo an alle,

In den Medien ist ein Bericht der drüber berichtet das man einen minderjährigen Drogendealer in Berlin festgenommen hat.

Jetzt folgt aus der Politik der Aufruf geschlossene Heime für solche Straftäter zu schaffen!

Wie seht ihr das?

Gruß Pegasus
"Sarkasmus ist die niedrigste Form des Witzes, aber die höchste Form der Intelligenz." - Val McDermid, Ein Ort für die Ewigkeit
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Wirhabenkeinefluegel female

teilzeitleiche

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Saturday, July 24th 2010, 9:19pm

hallo pegasus
ich hab darüber noch nix gehört aber ich finde das in deutschland viel weggesperrt oder verboten wird aber das am ende immer kaum etwas dafür getan wird das es den tätern (egal in welche richung) besser geht und sie dementsprechend ihr verhalten in der gesellschaft auch ändern können. was für heime sollen das denn sein für die jugentlichen straftäter?
liebe grüsse isa
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Justitia female

Berater

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Saturday, July 24th 2010, 9:20pm

ICH BIN DAGEGEN!!!

Für Minderjährige gibt es ganz viele andere Möglichkeiten, sie "Gesellschaftsfähig" zu machen.
Es geht nicht um das, was du hast,
sondern was du aus dem machst, was du hast

(Step Up - The Streets)
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Pegasus

Beginner

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Saturday, July 24th 2010, 9:25pm

Ein Link

"Sarkasmus ist die niedrigste Form des Witzes, aber die höchste Form der Intelligenz." - Val McDermid, Ein Ort für die Ewigkeit
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Justitia female

Berater

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Saturday, July 24th 2010, 9:29pm

geschlossene Heime gibt es ja eigentlich schon, also warum muss das noch gefordert werden ...


ich bin dennoch dagegen!!!
Es geht nicht um das, was du hast,
sondern was du aus dem machst, was du hast

(Step Up - The Streets)
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Wirhabenkeinefluegel female

teilzeitleiche

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Saturday, July 24th 2010, 9:41pm

also wenn es um kids geht die von erwachsenen zu straftaten missbraucht werden dann sollte man diese kinder vielleicht eher in eine familie geben in der es möglichkeiten der sozialen entwicklung gibt und nicht sie in heime sperren .
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Alundra4

Beginner

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Sunday, July 25th 2010, 9:13am

Ich bin der Meinung das man die Kids schon mal wegsperren sollen,

damit sie auch sehen das Sie etwas strafbares machen. Mit Sicherheit

wissen Sie das ja auch selbst, da Sie ja auch nicht mit Ihrem richtigen Alter rausrücken wollen.

Wichtiger ist es natürlich an die Hintermänner zu kommen, die die Kinder

dazu anstiften .
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Golden Cage male

Determinist

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Sunday, July 25th 2010, 11:15pm

Eigentlich ist das gar keine schlechte Idee mit den Heimen. Eigentlich. Aber an der Umsetzung sind schon viele derartige Einrichtungen gescheitert. Man denke nur an Verwahrlosung in Kinderheimen, systematischen sexuellen Missbrauch, kennt ihr ja aus den Medien.

Was solche Heime bieten müssen, ist nicht nur eine Betreuung, die den Kindern eine Zukunft ermöglicht, sondern auch Schutz. Und zwar so lange, bis von diesen Hintermännern keinerlei Gefahr mehr ausgeht.
We know more about war than we know about peace,
more about killing than we know about living.


Omar N. Bradley
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Nelke Bumm female

Dissoziativus

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9

Sunday, August 1st 2010, 4:18pm

Beispiele dafür, dass eine Gesellschaft wie die unsere nicht funktionieren kann, wenn andauernd Druck gemacht wird, gibt es genügend.

du musst unbedingt Geld verdienen, kriegst aberr keine Arbeitsstelle, weil Konzerne, die möglichst viel Gewinn machen wollen, möglichst wenige Kosten haben wollen mit Personal, etc; laufende Kündigungen
du musst möglichst viel arbeiten (wenn möglich mit so vielen Überstunden wie möglich) gegen möglichst wenig Geld --> Ausbeutung)
Wenn du dich diesem System nicht unterwirfst, kein Problem, als Prophylaxe wird die Bevölkerung gegeneinander aufgehetzt

d.h.

  1. arbeiten, arbeiten ohne Sicherheit auf Existenzgrundlage -->
  2. keine Zeit für sich selbst und anderen -->
  3. kein Gespür mehr für sich selbst und andere (auch für die eigenen Kinder nicht) -->
  4. diese wachsen verwahrlost (auch wohlstandsverwahrlost wenn das Geld keine Mangelware ist) auf -->
  5. psych. Unwohlsein (der Heranwachsenden und auch der "Ausgewachsenen") -->
  6. um damit halbwegs zurechtzukommen gibt es verschiedene Strategien


  • sich doch etwas mit sich selbst auseinandersetzen - psychisch, körperlich (wer dafür materielle, finanzielle, emotionale, umfeldrelevante Ressourcen hat)
  • Drogen (illegale/legale), um sich selbst nicht mehr spüren zu müssen
  • andere unterwerfen, ausbeuten, sie gefügig machen (emotional, körperlich, sexuell)
  • anderswie "kriminell" werden (z.B. stehlen um z.B. auf sich aufmerksam zu machen oder für den Kick, der es für eine Weile erlaubt, sich selbst nicht spüren zu müssen, o.Ä., oder weil, banal eigentlich, nicht genug Geld da ist, um es sich zu kaufen)
Und dann diese Menschen, eigentlich Produkte der Unmenschlichkeit in unserer Gesellschaft, wegzusperren, ist grausig und krank! Wäre es nur eine Satire, würde ich es als makaber empfinden. Ist aber leider nicht Satire, sondern Realität!

Und eingesperrt, weggesperrt, aussortiert, werden nicht nur die sog. kriminellen (sog. nenn ich sie deshalb, denn was sind die Fädenzieher dieses unmenschlichen Systems wenn nicht kriminell? Nicht kriminell im engeren juristischen Sinn, aber im menschenrechtlichen Sinn!), sondern auch jene, die nicht das "kriminelle" Bild nähren, sondern krank werden: Körperlich, psychisch. Jene, die diesem System nicht (mehr) dienen können (bzw. unsere Gesellschaft auf andere Weise bereichern als monetär): Behinderte, Alte, Kranke. Aber auch da wird versucht, den allerletzten Nutzen aus ihnen herauszuquetschen (dem System zu dienen): Diskussionen übers Pensionsantrittsalter, (Re-)Integration von Erholungsbedürftigen ohne auf ihre Bedürfnisse einzugehen, Streichung von Berufsunfähigkeitspension, Sterbehilfe, etc. etc.

Es ist abscheulich, am liebsten würd ich auswandern, wenn ich stabiler bin. Aber wie komm ich dazu, gehen zu müssen, nur weil ein paar Prozent der Bevölkerung sich einbilden, sie drehen den Lebensqualitäts-Hahn abdrehen zu müssen?

Ich habe die Möglichkeiten, mich wohlzufühlen. Und vielleicht kann ich auch ein bisschen dazu beitragen, die Variabiltät in dieser Gesellschaft (also nicht nur mainstream-maßig: alles läuft dem Geld nach, daneben maximal möglicher Hedonismus, alles andere ist egal - sondern auch achtsam mit sich und anderen umgehen, Werte geben und wahrnehmen, etc.) ebenso zu tragen.
Fürs Gedankenkreisen sollt ich Kilometergeld verlangen!
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Golden Cage (16.08.2010)

Nelke Bumm female

Dissoziativus

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10

Sunday, August 1st 2010, 4:38pm

Und vorsicht mit Heimen! manchmal kann auch eine Sekte dahinterstecken (bsp Twind-Humana in Dänemark)
Fürs Gedankenkreisen sollt ich Kilometergeld verlangen!
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